Navigation überspringen Sitemap anzeigen

Haus Wolf-Stoisser

Leistungen:
Architektur

Ein Einfamilienhaus im Osten von Graz auf der Verbindungsachse Graz-Waltendorf und der Lassnitzhöhe auf einem Südhang für eine Patchwork-Familie mit vielen Ansprüchen auf unterschiedlichen Ebenen - erschwerend: Der Planer baute für sich selbst und die Bauzeit betrug weniger als 3 Monate.

Der Werkstoff "Holz" sollte im Vordergrund stehen, die kurze Bauzeit war ohnehin nur in dieser Form möglich. Errichtet wurde das 3-geschossige Gebäude im Kellergeschoss als Fertigkeller, der talseitig ein Vollgeschoss herausragt, die beiden oberen Geschosse wurden mit einem vorgefertigten Wand-Decken-Dach-Elementsystem errichtet, wodurch der Rohbau in 3 Tagen errichtet werden konnte. Konzipiert ist das 300m2-Haus für eine Familie mit 4 Kindern, später sollte sich die an sich große Wohnform auf 3 Wohneinheiten reduzieren lassen.

Die Einheit-1 im KG, die 50m2-Einheit-2 im EG, die verbleibende Haupteinheit des Wohnhauses im EG/OG, alle Einheiten verfügen über getrennte Zu - und Eingänge, um gegebenen - falls eine spätere Fremdvermietung zu ermöglichen.

Auftraggeber:
Wolf-Stoisser

Energie-Überlegungen/Niedrigenergiehaus:

Der Leichtbau wurde innen im Bereich aller Außenwände und Dachelemente mit 50mm Heraklith versehen und im Zentrum des Hauses steht eine massive Natursteinwand als Passivspeicher, um für das Niedrigenergiehaus die nötige Speichermasse zu gewinnen.

Die zentrale Heizwand wird passiv durch die einstrahlende, tief stehende Wintersonne und aktiv über ein Wandheizsystem betrieben, die ihre Energie wiederum aus den Sonnenkollektoren oder der Pelletsheizanlage bezieht. Generell wird das gesamte Haus nur über Niedrigtemperatur-Heizwände beheizt. Die Gesamtenergiebilanz ist bedingt durch die stark begünstigte Sonnenhanglage sehr positiv, die Heizkosten/Warmwasseraufbereitungskosten für den Winter 2004/2005 betrugen ca. gesamt 400.-€.

Architektonische Überlegungen:

Der zentrale Punkt des Hauses ist der 2-geschossige großzügige Wohnraum, der im OG von Galerien umsäumt wird, die einerseits die Aufschließungswege bilden und andererseits noch einen zusätzlichen Wohn-Rückzugsraum beinhalten. Gegen Süden hin öffnet sich eine 2-geschossige Glasfassade, die im EG zur Gänze mit Schiebetüren zur großzügigen Terrasse hinzu offen ist, sodass sich zur warmen Jahreszeit der Wohnraum um die Terrasse vergrößert. Nach außen hin ist das Gebäude schlicht und wachst organisch- monolithisch aus dem Südhang heraus, die Holzverschalung verläuft auch über die massiven Bereiche des Kellergeschosses und verstärkt diesen Charakter.

In diesem Fall kann auch gesagt werden, dass die extrem kurze Planungs- und Realisationszeit kein Nachteil war, es gibt auch nach fast 2 Jahren "Wohnen" in diesem Haus kaum Änderungswünsche.

Zum Seitenanfang